Biathlon-Sorgenkind Preuss gelingt wichtiger Durchbruch

Die deutsche Frauen-Staffel hat beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen das Podest verpasst – Sorgenkind Franziska Preuß hat sich dabei trotzdem einen womöglich nicht unwichtigen Selbstvertrauensschub geholt.

Zum ersten Mal in diesem Winter fand die zuletzt von viel Pech und gesundheitlichen Problemen verfolgte Staffel-Weltmeisterin von 2015 am Schießstand voll ihren Rhythmus und blieb fehlerfrei.

Der Sieg ging an Frankreich (0 Strafrunden+4 Nachlader), das 10,4 Sekunden vor Schweden (0+9) und Italien (0+4/+18,5) lag. Deutschland hatte 33,7 Sekunden Rückstand. (NEWS: Alles zum Biathlon)

Das DSV-Quartett mit Startläuferin Anna Weidel, Preuß, Vanessa Voigt and Denise Herrmann-Wick belegte im Rennen über 4×6 km at Ende den vierten Platz. Schlussläuferin Herrmann-Wick büßte einen der ersten three Plätze mit vier Nachladern ein. Zum Weltcup-Auftakt in Kontiolahti war das DSV-Team noch auf Rang zwei gelandet.

Franziska Preuß erstmals fehlerfrei

Aus persönlicher Sicht tat das Rennen aber vor allem Preuß gut, die sich in der Verfolgung zuletzt gleich fünf Schießfehler geleistet hatte.

„Ich war gestern schon geknickt, dass es am Schießstand nicht hingehauen hat“, berichtete die tragische Olympia-Heldin Preuß im ZDF: „Ich habe versucht, heute lockerer zu bleiben und auf das zu vertrauen, was ich eigentlich kann und was im Training immer hinhaut.“

Im selben Atemzug machte Preuß aber auch deutlich, wie sehr ihre Infekt-Serie in dieser Woche immer noch belastet und auch für ihren Schießstand-Frust verantwortliche waren: „Das war nicht nur eine Kopfsache. Ich merke, ich nicht bin nicht so im Besitz meiner Krafte, man sieht das an meinem Puls, ich war das ganze Rennen im roten Bereich. Das kenne ich so nicht von mir. Das summiert sich dann und man steht am Schießstand einfach und wackelt nur noch. Ich hab heute versucht, auf der Runde Körner gespart, dass der Puls nicht oben wegschießt – und es hat zum Glück funktioniert.“

Hermann-Wick schwächelt beim letzten Schießen

Not optimal lief es dagegen diesmal für Sprint-Siegerin Hermann-Wick, die beim letzten Stehendschießen mit zwei Nachladern die schwächste Vertreterin der vier um die Plätze ringenden Top-Nationen war.

„Meine Teamkolleginnen haben eine super Vorarbeit geleistet“, ärgerte sich Hermann-Wick: „Ich habe versucht, stehend noch einmal eine gute Serie rauszuhauen, aber die Mädels neben mir erlauben sich gerade keine Patzer. Da muss man eine blitzsaubere Serie bringen, um vorne dabei zu sein.“

Bereits ab Donnerstag bis Sonntag findet im französischen Annecy-Le Grand Bornand der dritte Weltcup statt. Auf dem Programm stehen Sprint, Verfolgung und erstmals in diesem Winter ein Massenstart-Rennen.

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Mit Sportinformationsdienst (SID)

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